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LiteraturtippDetlef
Wenzlik Die
Napoleonischen Kriege Band 6: Frankreichs
Seekriege gegen England 1793-1815 Dazu eine Lesermeinung von Thomas Mischak:
Das
neue Buch von Detlef Wenzlik handelt von der französischen Flotte und ihren
vergeblichen Versuchen, die englische Flotte zu besiegen und die Weltmeere zu
beherrschen. Der Verfasser beginnt mit dem Aufbau der französischen Marine im Jahre 1642 und ihre Einsätze gegen die damalige verbündete englisch-niederländische Flotte bis zum Ausbruch der Revolution in Frankreich im Jahre 1789. Er schildert den Kampf um die Ostsee zwischen 1700-1721, die Überlegenheit der britischen Marine während des Siebenjährigen Krieges und das Eingreifen der französischen Kriegsschiffe während des Unabhängigkeitskrieges. Besonders erfolgreich war der französische Admiral Suffren, der durch seine Siege im Indischen Ozean bekannt wurde. Die
Revolution in Frankreich hatte verheerende Auswirkungen auf die Marine: gute
Kapitäne mit erstklassiger Ausbildung wurden durch „Patrioten“ ersetzt.
Diese sogenannten Patrioten waren überhaupt nicht geeignet, um Linienschiffe
oder gar eine Flotte zu führen. Aber das interessierte den Konvent nicht... Die
Folgen waren der Verlust der französischen Flotte bei Toulon 1793, die
Niederlage bei Brest 1794, die gescheiterte Landungsexpedition gegen Irland
1796. Aber
auch die Flotten der inzwischen mit Frankreich verbündeten Nationen wie Spanien
und Holland wurden 1797 von den englischen Kriegsschiffen in den Schlachten von
St. Vincent und Kamperduin besiegt. Ein gewagter Versuch Napoleons durch eine Landung in Ägypten England aus Indien zu vertreiben, scheitert 1798 bei Abukir durch die Niederlage des französischen Admirals Brueys gegen Nelson . Schlimmer als der Verlust der Schiffe und Mannschaften war der moralische Rückschlag, den die französische Flotte erlitten hatte. Die kühne Idee Napoleons, durch eine Landung in England den französischen Erbfeind zu besiegen, wird in Frankreich mit Begeisterung aufgenommen. Die Vorbereitungen für die Invasion in England dauern bis zum Jahre 1805. In dieser Zeit werden Kriegsschiffe sowie Kanonen - und Transportboote gebaut, die „Grande Armee“, bestehend aus 120.000 Soldaten wird geschaffen und für die Landung in England ausgebildet und vorbereitet. Aber ohne den Schutz durch eine große Flotte von Kriegsschiffen kann die Landung nicht durchgeführt werden. Und eben diese französisch - spanische Flotte unter der Leitung von Admiral Villeneuve wird am 21.Oktober 1805 bei Kap Trafalgar von der britschen Flotte unter der Führung von Lord Nelson vernichtend geschlagen. Die Invasion findet nicht statt, Napoleon, inzwischen Kaiser von Frankreich, zieht seine Grand Armee von der Küste zurück und besiegt dafür bei Austerlitz die verbündete russisch-österreichische Armee. Wenzlik macht in seinem Buch deutlich, das die französische Flotte nicht schlecht war, sie wurde nur schlecht geführt. Auch ich habe mich wenig für die französische Marine während der Napoleonischen Zeit interessiert, aber das Buch von Detlef Wenzlik hat mir trotzdem gut gefallen. Ob alles historisch korrekt ist, kann ich nicht beurteilen sagen, aber die „Seekriege Frankreichs gegen England“ haben eine Lücke in meinem Wissen (und in meinem Bücherschrank) geschlossen! Zu beziehen über: |
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