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Diorama zur Schlacht bei Hanau am 30. Oktober 1813

Fotos am Ende dieser Seite.

Auf dieser Seite werden wir die Fortschritt beim Bau des Dioramas publizieren.

 

An jedem Anfang steht die Recherche der Geschichte.

Wir bauen einen engen Kontakt zum Hanauer-Geschichtsverein auf 
und informieren uns vor Ort am 09. Oktober 2004.

In Hanau mit Mitgliedern des Geschichtsvereins:

Nachdem im März 2005 der Aufstellungsort im Schloss Philippsruhe feststeht, 
geht es an die Planung. 2,50 mal 1,25 Meter soll der Ausschnitt werden.

Als Vorlage dient uns eine Karte von 1803:

Diese Situationskarte wurde 1803 von dem Darmstädter Artillerie-Leutnant Haas erstellt. Es fehlt darauf das Forsthaus an der Lamboybrücke, welches 10 Jahre später zur Zeit der Schlacht bei Hanau dort gestanden hat.

Dezember 2005 Treffen beim Ingo Meyer, in seinem kleinen Privatmuseum. 

Unser Freundeskreis hat sich verändert. 
Jan Marschner und Achim Pörtner sind neu dazugekommen. 
Wir sind jetzt zu Neun. 

Das weitere Vorgehen wird geplant. 


Anders als im ersten Entwurf geplant, werden wir den Neuhof nicht auf dieses Diorama bringen.

Hier aber trotzdem einige Fotos von dem Modell von Wolfgang. Februar 2006.

Der Ausschnitt unseres Dioramas wird sich auf den Teilabschnitt um die Lamboybrücke mit dem Forsthaus beschränken.

Hierzu ein passendes, historisches Bild.

Auf vier Styrodurplatten mit den Einzelmaßen 1,25 mal 0,60 Meter soll das Diorama aufgebracht werden.

Anhand einer ersten Skizze und eines Pappmodells des Forsthauses wird die Einteilung auf den Platten vorgenommen

Der Maßstab der Lamboybrücke wird von den Karten und Zeichnungen ermittelt.

Nach dem Pappmodell des Forsthauses geht es an die Umsetzung.
Aus Buchbinderkarton werden die Wände und Dächer geschnitten. 
Die Fenster, die nach Vorlagen aus Pappe mit einem Laser ausgeschnitten wurden, werden aufgeklebt. 
Doppelseitiges Klebeband wird aufgebracht. Darauf kommt dünn ausgerollte, lufthärtende Knetmasse, in die die Struktur der Wände einmodelliert wird.

Hier werden die Wände für den Stall zusammengefügt.

Der Dachboden des Wohnhauses.

Das Dach wird mit brauner Dispersionsfarbe grundiert.

 

Die Dachgauben und der Schornstein werden aufgebracht.

Die Dachziegel wurden ebenfalls mit einem Laser in dünnen Streifen passend zugeschnitten. Jeder Streifen wird mit Leim aufgeklebt. Eine zeitaufwändige, aber erfolgversprechende Arbeit.

Die Technik des Modellhäuserbaus wurde von Wolfgang Meyer entwickelt. Wer mehr darüber erfahren möchte, nutzt diesen Link zu mabopictures. Ein professionelles Filmteam hat eine DVD über die Umsetzung herausgebracht. 

Eine große Herausforderung für Dioramenbauer ist die Gestaltung von Wasser. Für unser Diorama soll der Fluss die Kinzig entstehen. Dazu wollen wir uns einer speziellen Technik bedienen, die wir aus einem Fachbuch für Modellbau entnommen haben.

Die Umsetzung mit Watercolour. Farben für Fensterbildergestaltung.
Wer mehr darüber erfahren möchte, hier ein Link dazu:

Landschafts-Modellbau heute von Wolfgang Langmesser

Bevor wir in die Umsetzung gehen, werden die Farben und das Material erst einmal ausprobiert und ausgiebig getestet.

Eine Plexiglasscheibe dient als Wasseroberfläche, auf die Watercolour kristallklar zur Wellengestaltung aufgebracht wird. Zu Anfang ist es milchig weiß und wird nach einigen Stunden klar und durchsichtig. 

Die Ergebnisse werden geprüft. Aber hier ist erst einmal Geduld gefragt.

Das Forsthaus ist fertig. 

Der Stall zum Forsthaus.

Die Grundplatten sind aus Styrodur verstärkt durch eine mehrfach verleimte Holzplatte. Hierauf wird das Gelände modelliert.  

Der Wirtschaftsweg von der Lamboybrücke zum Neuhof wird ins Gelände eingeschnitten und mit eingefärbter Feinspachtelmasse auf Gipsbasis herausgearbeitet. Die Wagenspuren werden mittels einer Kanonenlafette "eingefahren".

Obwohl das Gelände relativ flach ist, bringen wir leichte Erhebungen ein. Ansonsten würde das Diorama auf den Betrachter zu platt wirken.

Die ganze Fläche wird im ersten Arbeitsschritt grob verspachtelt. Bevor die Feinarbeit beginnen kann, sollte es ordentlich durchtrocknen.

Die Oberfläche und die Plattenübergängen wurden nachgearbeitet. Die Häuser eingesetzt und alles dunkel grundiert.

Das Grundmodell für die Lamboybrücke wird mit dem historischen Plan und dem Geländemodul verglichen.

Bevor das Einstreune beginnen kann, werden erste Proben für eine Mischung aus Materialien von Woodland, Heki und Noch ausprobiert.

Ein Gemisch aus Leim und Wasser wird mit einem Pinsel aufgebracht.

Danach das gemischte Streumaterial einrieseln lassen.

Das Streu bildet die Grundlage für die Geländebegrünung. Weitere Schritte werden noch folgen. 

Die Bäume für unseren Wald haben wir selber hergestellt. Aus einem Drahtgestell, überzogen mit selbsthärtender Knetmasse mit Holzfaserstruktur, die sich wunderbar modellieren lässt und Belaubungsmaterial von der Firma Heki.
Im ersten Schritt wird aus Draht die Unterkonstruktion gebogen (hier in einer einfachen Variante dargestellt). Je feiner die Verästelung sein soll, um so mehr Stränge aus feinerem Draht kann man verwenden. Wobei die ganz feinen Äste nach der Begrünung nicht mehr gesehen werden können.

Aus der Knetmasse wird eine Wurst gerollt, flach gedrückt und über die Drähte geformt. Wenn die Knetmasse ein klein wenig feucht gemacht wird, können die Übergänge hervorragend verbunden werden. Über die feinen Astenden wird eine dünne Wurst übergeschoben. Indem man den Draht in die Knetmasse schiebt und dabei etwas dreht. 

Nach dem Aushärten (ca. eine Nacht) kann mit Acrylfarben bemalt werden. Die Grundierung sollte aus einem tief dunklen Braun sein. Dann wird helleres Braun dazu gegeben und gegen die Struktur gemalt. Dabei bitte nicht zu viel Farbe auf dem Pinsel. Die Vertiefungen sollen hierbei dunkel bleiben. 
Die erhabenen Stellen werden noch einmal mit einem Beige, mit ganz wenig Farbe am Pinsel, hervorgehoben (Trockenmalen). 
Zum Abschluss kann noch ein Grün die Wetterseite darstellen, an der sich Moos gebildet hat. 
In unserem Beispiel haben wir von Links nach Rechts an Baumstümpfen unsere Technik dargestellt.

Von der Firma Heki aus dem Modellbahnzubehör gibt es Belaubungsmatten in verschiedenen Ausführungen. Wir haben unter anderem die Nr. 1557 flor, herbstbraun 14x28 cm verwendet. Es handelt sich um Kunststofffasern mit rotbraunen Flocken, die man auseinander ziehen kann. Mit Leim werden sie an den Ästen angeklebt. Zum Abschluss mit etwas Haarlack einsprühen. 

Der Draht wurde nicht ganz mit Knetmasse überzogen, damit die Enden in die Grundplatte des Dioramas eingesteckt werden können. Dies hilft die Bäume zu stabilisieren. So überstehen sie auch den nächsten Transport besser.
Der Waldboden wird mit einer Mischung aus getrocknetem Kaffeesatz und zwei verschieden dunklen Streumaterialien gebildet. Darüber kommt etwas von dem Laub der Bäume. 

Die Übergänge vom Wald zur Wiese werden extra mit einer Mischung aus allen verwendeten Materialien eingestreut.

Erste Probeaufstellung mit Figuren.

Ein Blick von Oben auf den Waldübergang.

Der Waldboden wurde den nasskalten Witterungsverhältnissen noch ein wenig angepasst. 

Das Forsthaus hat einen Kräutergarten bekommen.

Die ersten Französischen Tirailleurs treten fechtend aus dem Wald hervor. (Figuren bemalt von Achim Pörtner)

Französische Infanterie im zerstreuten Gefecht.

Nahaufnahme von der Französischen Infanterie.

Kompaniechef beobachtet seine Truppen beim Vorgehen.

Aus dem zukünftigen Hauptblickwinkel des Dioramas.

In der untergehenden Sonne treten sie aus dem Wald hervor.

Mit Hintergrundbild fotografiert.

Die französischen Plänklerkette schließt sich.

Das österreichische Feldbataillon weicht zurück.

Die französischen Plänkler drängen nach.

Aus der Blickrichtung des Waldes.

Die Plänklerkette von hinten. 

Aus der Blickrichtung des Waldes.

Eine Übersicht auf das Plänklergefecht.

Die bayrischen Jäger verteidigen das Forsthaus.

Gestaltung des Brückenübergangs über die Kinzig.

Eine Schwadron Französischen Garde Grenadiere zu Pferde geht zum Angriff über.

Ein Offizier der Französischen Garde Grenadiere zu Pferde.

Fortsetzung folgt ...

 

 
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Stand: 03. Juni 2009