Die Befreiungskriege
Der
Begriff der Befreiungskriege steht für
die Zeit der Erhebung
1813 – 15
gegen die Fremdherrschaft Napoleons I. in Europa. Die Vereinigung der Völker
entstand aus der Katastrophe des frz. Russlandfeldzuges (1812).
Im Frühjahrsfeldzug
1813 zwang Napoleon I. die Alliierten zum Rückzug nach Schlesien. Österreich
erklärte am 12.08. Frankreich den Krieg. Der Herbstfeldzug 1813 vereinigte
unter österr. Oberkommando österr., preuß., russ. und schwed. Verbände, doch
scheiterten die Alliierten gegen die napoleon. Hauptarmee bei Dresden Ende
August. In der Völkerschlacht bei Leipzig (16.–19.10.) siegte das
Koalitionsheer; Napoleon entkam. Die napoleon. Herrschaft in Deutschland brach
zusammen, in den Niederlanden wurde sie im November beseitigt. Anfang 1814
schloss Dänemark Frieden mit Großbrit., das Kgr. Neapel ging zur Koalition über. –
Der Feldzug 1814 begann mit dem weiteren Vormarsch der Alliierten nach
Frankreich. Nach der Einnahme von Paris (31.03.)
musste Napoleon kapitulieren und abdanken. Er wurde auf die Insel Elba verbannt.
- Feldzug 1815: Die
Rückkehr Napoleons nach Frankreich im März 1815 vereinigte die Siegermächte
zu sofortiger Gegenaktion; am 18.06. wurde er bei Belle-Alliance (Waterloo) von
den beiden Koalitionsarmeen unter Wellington (Englisch-, Deutsche- und
Niederländische Armee) und Blücher (Preußen) besiegt und nach Sankt Helena
verbannt.
Begriffs-Erläuterung:
König Friedrich Wilhelm III. schätzte den Begriff “Freiheitskriege”
nicht. Auf seine Veranlassung war fortan von den “Befreiungskriegen” die
Rede.
Mehr
Informationen über das Thema der Befreiungskriege gibt es unter anderem im
Internet auf den Seiten der Friedrich-Ebert-Stiftung:
http://www.fes.de/fulltext/historiker/00671003.htm#I0