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Die Schlacht von Hanau

 Inhalt

1.      Die Kampfhandlungen im Vorfeld der Schlacht von Hanau

2.      Der 29. Oktober 1813

3.      Die Schlacht von Hanau am 30. Oktober 1813

4.      Letzte Kämpfe am 31. Oktober 1813 um Hanau

5.      Bewertung

6.    Anlagen

 

Einleitung

Die Schlacht bei Hanau zählt zu den eher unbeachtet gebliebenen Schlachten der napoleonischen Kriege, da sie sich im Schatten der Völkerschlacht von Leipzig abgespielt hat und militärisch keine allzu große Bedeutung erlangen konnte.

Dennoch ist diese Schlacht und insbesondere die politische Entwicklung, die zu dieser geführt hat, von höchster Bedeutung.

Wie wir sehen werden, zog der Vertrag von Ried zwischen Bayern und den Alliierten sowie die anschließende Bewegung der bayerisch-österreichischen Armee die Abkehr Württembergs, Würzburgs, Frankfurts und Hessen-Darmstadts vom Rheinbund nach sich.

Darüber hinaus ist anhand vieler Details erkennbar, dass es Bayern und insbesondere auch Wrede darum ging, sich als neuer Alliierter zu profilieren und den bayerischen Staat im erreichten Umfang zu erhalten. Es war zwar klar, dass Österreich Tirol zurückbekommen sollte aber der Rieder Vertrag sah bereits eine territoriale Kompensation vor. Hierzu eigneten sich natürlich vor allem die Territorien Würzburgs und Frankfurts.

Die politisch militärische Ausgangslage war Mitte Oktober 1813 folgende:

Bayern hatte am 8.10.1813 den Rieder Vertrag mit Österreich geschlossen. Wrede wartete als Oberkommandierender der bayerischen Armee auf die Ratifizierung des Vertrages durch den König.

Napoleon stand in und um Leipzig. Die Alliierten rückten mit allen drei Armeen auf Leipzig vor. Die Völkerschlacht von Leipzig stand unmittelbar bevor.

 

Nach diesem kurzen Überblick über die Situation im Oktober 1813 wollen wir uns nun den Geschehnissen zuwenden.

Das Hauptquartier der bayerischen Armee befand sich zu Beginn des Monats Oktober in Braunau am Inn. Dort erwartete man mit Ungeduld die Ratifikation des Rieder Vertrages vom 8.10.1813. Aus München traf die Urkunde am Morgen des 14. Oktober und seitens der Alliierten gegen 1 Uhr morgens am 15. Oktober ein. Da dies nach vielem diplomatischen Lavieren geschah, waren die Beteiligten froh über eine endgültige Entscheidung. Bereits am 14. Oktober erschien in den bayerischen Zeitungen eine Erklärung des Königs zum Wechsel auf die Seite der Alliierten.

Durch einen Tagesbefehl vom 15.10.1813 wurde bekannt gegeben, dass die Vereinigung der österreichischen mit der bayerischen Armee unter dem Oberkommando des Fürsten Wrede erfolgt ist.

Dieser Abfall Bayerns von der Sache Napoleons hatte sowohl politisch wie auch militärisch weitreichende Konsequenzen. Politisch leitete er die Auflösung des Rheinbundes ein, der ohne sein wichtigstes Mitglied zerfallen musste und militärisch führte er den Alliierten nicht nur 30.000 Soldaten zu sondern machte auch die österreichische Donauarmee für Operationen frei.

 

Der Rieder Vertrag

Nach Abschluss des Rieder Vertrages hatte Wrede auf der Grundlage der militärischen Lage Anfang Oktober drei Vorschläge über das weitere Vorgehen an das große Hauptquartier geschickt.

Diese Vorschläge sahen folgende Alternativen vor:

1.      Das vereinigte bayerisch-österreichische Heer sollte von Braunau über Regensburg in Richtung Saale vorrücken um sowohl den Rücken der französischen Armee zu bedrohen als auch zum linken Flügel der alliierten Hauptarmee

2.      Das alliierte Heer sollte eigenständig gegen Würzburg und Erfurt operieren um die französische Rückzugsstraße von Fulda nach Mainz zu beunruhigen

3.      Das alliierte Heer sollte gegen Kehl, Sraßburg und Landau operieren um in Frankreich selbst für Unruhe zu sorgen.

Der letzte Plan wurde von Wrede favorisiert. Dennoch erreichte ihn der von Schwarzenberg am 13.10.1813 in Altenburg erteilte Befehl, der den zweiten Plan in modifizierter Form befahl.

Es hieß darin, dass Wrede über Regensburg nach Bamberg operieren solle und die Mainlinie nach eigenem Ermessen als Basis ausbauen solle. Darüber hinaus solle er gegen Frankfurt bzw. Fulda wirken um im Rücken des Feindes spürbar zu werden und alles aufbieten um Würzburg zu nehmen.

 

Die Armeen bewegen sich aufeinander zu

Nachdem Napoleon nach der Völkerschlacht von Leipzig mit den Resten seiner Armee Erfurt erreicht hatte, gönnte er seinen Truppen eine Rast von 1,5 Tagen, die benutzt wurde, um Ausrüstung, Bewaffnung und Bekleidung zu ergänzen und die Nachzügler aufschließen zu lassen.

Alles, was einen schnellen Marsch zum rettenden Rhein behindern konnte, wurde bereits am 23. Oktober weiter in Richtung Mainz geschickt. Dies betraf in erster Linie Kranke und Verwundete. Eine von Mainz im Anmarsch befindliche Kolonne In Stärke von etwa 8000 Mann unter den Generälen Grouvelle und Guerin erhielt bereits westlich von Eisenach den Befehl zur Umkehr nach Mainz.

Da Napoleon schon am 23. Oktober in Erfurt die Nachricht erhielt, dass die bayerisch-österreichischen Truppen im Anmarsch auf Würzburg sind, setzte er am 24. die Vorhutkavallerie unter Sebastiani über Gotha und Eisenach in Marsch. Gegen drei Uhr morgens des 25.10. brach das Gros des Heeres Richtung Rhein auf. Die Marschälle Victor und Macdonald mit ihren Korps bildeten die Vorhut, es folgte Napoleon mit der gesamten alten Garde und der Gardekavallerie. Den Schluss bildete Marschall Marmont mit den Resten der Korps III, V, VII und IX. Die Nachhut wurde von 4 Divisionen der jungen Garde unter den Marschällen Oudinot und Mortier gebildet.

 Der Gesamtbestand der Armee belief sich zu diesem Zeitpunkt auf etwa 80.000 Mann, von denen 12.000 Mann Kavallerie waren sowie 270 Geschütze.

Der Vorsprung, den die französische Armee vor den ebenfalls erschöpften Truppen der Alliierten erreicht hatte, war nun nicht mehr einzuholen. Die Franzosen wurden nur noch durch Streifkorps behelligt, während sie auf der Straße Eisenach, Fulda, Hanau, Frankfurt Richtung Mainz marschierten.

Bei Schlüchtern vereinigte sich das Streifkorps Tschernitschew, welches ständig die Franzosen umschwärmte mit dem Korps Scheibler, das von Wrede über Brückenau gesandt worden war.

Hier kam es zu einem Gefecht mit der französischen Vorhutkavallerie, die die Streifkorps im Rücken fassen und in den Spessart zurückwerfen konnte.

In diesem Gefecht standen sich erstmals in diesem Feldzug Bayern und Franzosen gegenüber. 

Durch diesen Umstand war Napoleon zu der Überzeugung gelangt, dass der eingeschlagene Weg frei sei.

Die Franzosen marschierten über Fulda in Richtung Kinzigtal. Währenddessen hatte Wrede, der am 27. Oktober in Aschaffenburg eingetroffen war, erfahren, dass schon am 25. lose Haufen von Franzosen durch Hanau gekommen waren. Unter diesen befand sich auch Murat, nur von einem Adjutanten begleitet. Am 27. Schließlich folgte der verwundete Marschall Ney mit seinem Gefolge.

Wegen dieser Nachricht, die leichte Beute versprach, sandte er bereits in der Nacht das 1. Chevau-legers-Regiment nach Hanau ab um die Rückzugsstraße zu sperren. Der Großteil der 1. Kavalleriebrigade, die 3. bayerische Division und die österreichischen Divisionen Spleny und Trautenberg waren noch im Anmarsch auf Aschaffenburg. Gegen 1 Uhr morgens rückte das 1. Chevau-legers-Regiment aus und erreichte gegen 7 Uhr Hanau, das es unter dem Jubel der Einwohner besetzt hat.

Diesem Regiment fielen der General St. Andree, 40 französische Offiziere und 100 Gemeine sowie ein mit Reis beladenes Schiff, das in Kesselstadt am Main lag und für Mainz bestimmt war,  in die Hände. Daraufhin wurde die nördlich der Kinzig gelegene Vorstadt von den Franzosen gesäubert, da durch diesen Teil der Stadt die Straße nach Frankfurt führte.

Eine Eskadron wurde allerdings  zur Lamboybrücke detachiert. Gegen 10 Uhr erfolgte allerdings ein heftiger Gegenangriff der französischen Kavallerie, die in einer Stärke von 500-600 Mann die Packwagen Napoleons eskortierte.

Da diese Gardereiter von den zahlreichen Versprengten  unterstützt wurden, konnten die Bayern nicht standhalten und gingen zurück. Nun erst erreichte das 1. Chevau-legers-Regiment Hilfe.

Diese bestand zunächst nur aus der Eskadron Podewils des 7. Chevau-legers-Regiments, mit der das Regiment den Gegenangriff wagte. Bei den sich dadurch ergebenden Straßenkämpfen fiel der Neffe des Königs, Fürst Waldeck.

Diese Kämpfe blieben ergebnislos bis gegen 13 Uhr der Rest der 1. bayerischen Kavalleriebrigade und die 3. Batterie Halder eintrafen und gemeinsam Hanau in Besitz nahmen. Gegen 15 Uhr befanden sich die Bayern im vollständigen Besitz der beiden Kinzigbrücken, der Stadt und des Geländes bis zum Wald.

Aus diesem Wald heraus erfolgte ganz unerwartet der Angriff der oben erwähnten Ersatzkolonne, die vor Eisenach nach Mainz zurück geschickt worden war. Unter General Grouvelle griffen ca. 4000 Mann Infanterie, 6 Eskadronen Kavallerie und 8 Geschütze das dort stehende 7. bayerische Chevau-legers-Regiment an  Obwohl die Batterie Halder die Reiter unterstützte, nahm General Vieregg die ganze Brigade in Richtung Lehrhof zurück und wartete auf das Erscheinen der 3. bayerischen Division, die in der Nacht zum 28.10. in Aschaffenburg angekommen war.

So wurde Hanau aufs Neue verloren. Die 3. Division musste bereits am 28.10. gegen 11 Uhr auf schlechten Straßen und bei schneidendem Wind mit Schneetreiben Richtung Hanau weitergehen.

Der Kommandeur der Division de Lamotte, der der Division vorausritt, Traf sich am Lehrhof mit General Vieregg um das gemeinsame Vorgehen auf Hanau abzustimmen. Daraufhin wurde die vordere Brigade Deroy beauftragt, Hanau zu nehmen.

Im Schutze der Dunkelheit drangen deshalb gegen 20 Uhr die Schützen der Regimenter 5 und 9 sowie der Isar- und Illerkreisbataillone in die Stadt ein ohne auf Widerstand zu stoßen. Als der Rest der Brigade gegen 22 Uhr in die Stadt eindrang machte man noch 20 Offiziere und 800 Mann zu Gefangenen.

Die Nacht verbrachte die Brigade östlich der Stadt an der Gelnhauser Straße, während die zweite Brigade von der Stockh in der Stadt Quartier bezog.

 

Der 29. Oktober 1813

Der Morgen des 29.10. brachte neue Überraschungen für die Bayern. Gegen 8 Uhr erschien nämlich die Ersatzkolonne des Generals Guerin am Westrand des Lamboywaldes. Dort stieß sie mit der Brigade Deroy zusammen, die, unterstützt durch die Batterien Achner und Halder, das Feuer auf die anrückenden Franzosen auf kurze Distanz eröffnete.

Als der Feind zu weichen begann stießen die Schützen der Regimenter 5 und 9 sowie der Iller- und Isarfeldbataillone in den Wald nach und nahmen dort 2 Geschütze weg. Zu dieser Zeit gelang es dem 2. Chevau-legers-regiment viele Fahrzeuge und Gefangene auf der Straße nach Rückingen einzubringen.

Gleichzeitig griffen die Kosakenstreifkorps unter Kaisarow und Tschernitschew die Franzosen an, wodurch eine Einkesselung  gelang. So wurden noch einige hundert Offiziere und ca. 3000 Mann als Gefangene eingebracht.

Die ganze Division verbrachte die Nacht am Waldrand.

General Wrede traf gegen 1.30 Uhr in Hanau ein und erhielt den Bericht über das Gefecht des Vormittags. Mit ihm befanden sich die Streifkorps Mensdorf, Orlow-Denisow und Tschernitschew in Hanau. Obwohl Wrede am 25. und noch einmal am 28. Oktober Meldungen des Streifkorps Scheibler erhalten hatte, dass Napoleon mit der ganzen französischen Armee im Anmarsch sei, glaubte auch jetzt noch, es mit ca. 20000 Franzosen ohne große Kampfmoral zu tun zu haben.

Die hohe Zahl der Gefangenen scheint ihn in dieser Auffassung bestärkt zu haben. Aus diesem Grunde lehnte er auch einen stärkeren Ausbau der Stellung mit Feldbefestigungen, wie von seinen Unterführern gefordert, ab. Er wollte nicht einmal die Kinzig zwischen sich und den Feind bringen und musste mit dem Fluß im Rücken schlagen. So blieb die Verteilung der Truppen so wie sie war.

 Die dritte Division de Lamotte stand mit je einer Brigade westlich und östlich des Lamboywaldes, von dort bis zum Lehrhof die österreichischen Divisionen Bach, Volkmann und Spleny.

Die 2. bayerische Division Beckers befand sich im Anmarsch von Aschaffenburg und die 1. bayerische Division war auf dem Weg von Aschaffenburg über Offenbach nach Frankfurt. Während des ganzen Tages wurde der Vormarsch der Franzosen durch hinhaltende Gefechte der österreichischen Division Volkmann, die Schwarzenbergulanen, des 3. Jägerbataillons und einer Kompanie der Szekler Grenzer in und um Gelnhausen aufgehalten.

Auch wenn diese Gefechte den Feind nicht davon abhalten konnten, weiter vorzustoßen, so erregten sie doch den Unwillen Napoleons, da sie eine erhebliche Verzögerung des Rückzuges verursachten.

Am Abend des 29. Oktober nahm die alliierte Streitmacht folgende Stellung ein:

Die 3. bayrische Division Lamotte und die österreichische Brigade Volkmann stellten sich zwischen dem Puppenwald und dem zum Fürstentum Isenburg gehörenden Dorf Rückingen an der Strae nach Gelnhausen auf. Die 2. Bayrische Division Beckers und die österreichische Division Bach lagerten vor der Stadt zu beiden Seiten der Straße. Die österreichische Division Trautenberg besetzte mit einer Brigade Hanau und lagerte mit der anderen Brigade vor dem Nürnberger Tor bei der Kavallerie unter Spleny.

 

Der 30. Oktober 1813

Napoleon, der die Straße von allem, was nicht unmittelbar einem Durchbruch dienlich war, befreien lassen hatte, schickte Macdonald gegen 4 Uhr vor um den Durchbruch zu erzwingen. General Wrede hatte seine Truppen am Morgen des 30.Oktober in ihre Stellungen eingewiesen. Diese lag westlich des Lamboywaldes und wurde von der Kinzig durchschnitten.

Die Schlacht

1.      Die Aufstellung zur Schlacht

Das Zentrum (Karte der Schlacht)

Die dritte bayerische Division Lamotte mit den Brigaden von der Stockh mit nur 4 Bataillonen (das 16. Nationalfeldbtl. war nach Dörnigheim detachiert) bildete das erste Treffen, die Brigade Deroy (5 Bataillone), die sich mit dem linken Flügel an die Chaussee lehnte bildete das zweite Treffen.

Rechts der Division schloss sich das Szekler Husarenregiment mit 4 Schwadronen an, da 2 Schwadronen dem Scheiblerschen Streifkorps beigegeben worden waren.

Das Zentrum wurde also von 9 Bataillonen und 4 Schwadronen gebildet.

Der rechte Flügel

Im Lamboywald stand das 1. Szekler Grenzinfanterieregiment mit 2 Bataillonen in der Nähe des Neuhofes. Zu Beginn der Schlacht stand die zweite bayerische Division Beckers mit dem Rest der Brigade Pappenheim in Stärke von 4 Bataillonen (das 2. Btl. Des 4. Regiments war in Würzburg geblieben) und der verkleinerten Brigade Zoller mit 4 Bataillonen ( auch das 13. Nationalfeldbtl. war noch in Würzburg) auf dem linken Kinzigufer an der Straße zwischen Lehr- und Neuhof. Dieser Division war die Sechspfünderbatterie Danner beigegeben. Kurz nach Mittag bewegte sich die Brigade Pappenheim mit zwei Geschützen  der Batterie auf das rechte Ufer zwischen Kinzig und Neuhof.

Hinter der Division Beckers stand das österreichische Regiment Jordis mit 4 Bataillonen in Reserve. Im Verlaufe der Schlacht wurde der rechte Flügel noch durch ein Nachzüglerbataillon verschiedener Einheiten verstärkt. Insgesamt setzte sich dieser Flügel also zunächst aus 14 Bataillonen und acht Geschützen zusammen.

Der linke Flügel

Zu beiden Seiten und auf der Chaussee  standen 12 österreichische und 16 bayerische Geschütze unter dem österreichischem Artilleriegeneral Stwrtnick. Zum schnelleren  Abfahren der Geschütze hatte Wrede den Befehl erteilt, die Geschütze im Schlepptau zu halten.

Im Einzelnen standen die Geschütze wie folgt:

Von der Batterie Halder standen 4 Geschütze unter Oberleutnant Roppelt  an der Chaussee( 2 auf der Chaussee und 2 rechts daneben).

Zwei weitere Geschütze wurden in Hanau repariert. Bei diesen befand sich auch Hauptmann Halder. Er erreichte das Schlachtfeld mit diesen beiden Geschützen bei Beginn des Artillerieduells, konnte aber aus Platzmangel nicht auffahren und ging nach Hanau zurück.

Rechts von Roppelt standen Geschütze der Batterie Aign, da die übrigen beiden auf der Frankfurter Chaussee aufgefahren waren. Links von Roppelt, also nördlich der Chaussee befand sich die Batterie Achner mit 8 Geschützen und links von dieser standen 12 österreichische Geschütze.

Hinter dieser Feuerlinie stand die verbündete Kavallerie in drei Treffen. Die erste Linie bildete die dritte Brigade Diez (4 Schwadronen), die ganz rechts stand mit 3 Schwadronen des Chevaulegerregiments König und einer des 5. Chevaulegerregiments. Die Erstgenannten standen in Eskadronskolonne, letztere in Linie. Darauf folgte die 1.Brigade mit dem 1.(3), dem 2.(3) und dem 7.(4) Chevaulegerregiment, an die sich noch die 2. Brigade Elbracht mit den Chevaulegerregimentern 3 und 6 zu je 3 Schwadronen anschloß. Im zweiten Treffen standen die österreichischen Knesevich Dragoner (6 Schwadronen) und die Liechtenstein Kürassiere (4 Schwadronen). Im dritten Treffen standen die Erzherzog Joseph Husaren und die Schwarzenberg Ulanen mit je 6 Schwadronen. Dem letztgenannten Regimente fiel die Flankensicherung zu. Das österreichische Infanterieregiment Erzherzog Rudolph stand als Artilleriebedeckung mit vier Bataillonen rechts der Chaussee. Zu einem späteren Zeitpunkt stand das 3. Btl. dieses Regiments unter Oberstleutnant Flette an der Kinzigbrücke. Das dritte österreichische Jägerbataillon befand sich am Krebsbach. Das Streifkorps Mensdorf, bestehend aus 2 Kosakenregimentern, der Oberstleutnantdivision der Erzherzog Ferdinand Husaren, einer Schwadron der Hessen Homburg Husaren und der freiwilligen Jägerschwadron der preußischen neumärkischen Dragoner, stand hinter dem Krebsbach.

In Reserve stand die Grenadierbrigade Klenau mit 4 Bataillonen auf dem linken Kinzigufer längs dem Rodenbacher Hochweg mit dem linken Flügel an Hanau gelehnt. In Hanau selbst stand die österreichische Brigade Diemar mit drei Bataillonen. Vor dem Nürnberger Tor befand sich das Streifkorps Scheibler, bestehend aus 2 Schwadronen Szekler Husaren und 1 Schwadron vom bayerischen7. Chevaulegerregiment Prinz Karl.. Eine weitere Reserve bildeten erst drei, später dann 4 Batterien. Die in der Nähe der Lamboybrücke zu einer Batterie vereinigt waren. Hierbei handelte es sich um die bayerischen 12-pfünder-Batterien Danner, Dietrich und Ulmer mit je 6 Geschützen sowie eine österreichische Batterie. Die beiden Batterien Dietrich und Ulmer waren noch mit ihrer kompletten Munition versehen, da sie bei Würzburg nicht zum Schuss gekommen waren, trafen aber erst gegen 13 Uhr auf dem Schlachtfeld ein.

Der Verlauf der Schlacht

Nachdem die Truppen entsprechend aufgestellt waren, ritt Wrede zu der noch östlich des Lamboywaldes stehenden Brigade Deroy der Division Lamotte. Da von dort gemeldet worden war, dass bereits seit 3 Uhr morgens aus Richtung Langenselbold Anzeichen eines bevorstehenden Kampfes zu vernehmen gewesen sind, schickte Wrede einen Zug österreichischer Szeklerhusaren, eine Schützenkompanie des 3. bayrischen Linieninfanterieregiments und eine Eskadron des 2. bayrischen Chevaulegers-Regiments als Vorposten in diese Richtung. Diese trafen bereits an der Riedmühle auf französische Schützen und zogen sich auf die westlich Rückingen stehende Infanterie Deroys zurück. Diese Aufklärung erfolgte zwischen 5 und 7 Uhr. Nach Rückkehr der Husaren ritt Wrede gegen 8 Uhr auf die Hauptstellung vor Hanau zurück und überließ dem Feldmarschallleutnant Graf Fresnel das Kommando östlich des Lamboywaldes mit der Maßgabe, den Feind zur Entwicklung zu zwingen um Zeit zu gewinnen, sich aber auf kein ernsthaftes Gefecht einzulassen. Tatsächlich rückte die Division Charpentier, eine Division junger Garde unter Friant und das 2. Kavalleriekorps Sebastiani sowie einige Geschütze unter dem Befehl Macdonalds vor. Die Überlegenheit der französischen Armee war insbesondere an Artillerie schnell fühlbar, so dass die Brigade Deroy sowie das 2. Bayrische Chevau-legers-Regiment zusammen mit den Vorposten den Rückzug auf die Hauptschlachtlinie durch den lichten Wald antraten  und sich als zweites Treffen in einer Entfernung von 300 Schritt hinter der Brigade von der Stockh postierte ( Brigade Deroy) bzw. seinen Platz einnahm. Die Schützen dieser Brigade waren ausgeschwärmt und brachten die nachdrängenden Franzosen zunächst zum Halten. Darüber war es bereits 11 Uhr geworden.

Die angreifenden Franzosen gehörten zum XI. Korps Macdonald. Da der Angriff sich festgelaufen hatte, setzte Napoleon auch etwa 2000 Pänkler des II. Korps Victor unter General Dubreton in Richtung Neuhof ein. Wrede wies als Gegenmaßnahme gegen 1 Uhr die zweite bayerische Division an, über die Lamboybrücke vorzugehen und den Gegner wieder zurück zu werfen. Diese Aktion führte zu einem mehrstündigen sinnlosen Feuergefecht, in dessen Verlauf die Franzosen nicht über den Waldrand hinaus vorrücken konnten.

Etwa zu dieser Zeit erkannte Wrede, dass er nicht eine versprengte Kolonne sondern die ganze französische Armee vor sich hatte. Napoleon hatte sich entschlossen, den linken alliierten Flügel anzugreifen um die Straße nach Frankfurt frei zu machen und gab Macdonald gegen 11 Uhr entsprechende Befehle. Daraufhin rückten zwei Chasseurregimenter gegen die Brigade von der Stockh vor. Hinter diesen Jägern zu Pferd rückte die Kürassierdivision St. Germain an. Nördlich der Straße von Gelnhausen nach Frankfurt hatte sich Drouot  mit einer großen Batterie von 50 Geschützen postiert. Auf dem rechten Flügel dieser großen Batterie stand die gesamte Gardekavallerie unter Nansouty und die Kavallerie des Korps Sebastiani in drei Treffen.

Mit dem Feuerbeginn dieser französischen Batterie erlitt die alliierte Artillerie aber auch das 4. Chevaulegerregiment, das direkt hinter den Geschützen stand erhebliche Verluste.

Als sich die Schlacht so ihrem Höhepunkt näherte begann den Bayern die Munition auszugehen. Da übersehen worden war, die Munitionsreserve nachzuziehen und deren Kommandeur keine eigene Initiative entwickelt hat, Kontakt zur Armee aufzunehmen, stand die Munition etwa 100 Kilometer entfernt in Uffenheim. Da die bayerische Artillerie sich somit schon nach kurzer Zeit nicht mehr wehren konnte, errangen die Franzosen die Feuerüberlegenheit und zwangen die Bayern, ihre Geschütze durch Abfahren zu retten. Darüber hinaus war den Alliierten die Sicht auf die französischen Geschütze durch eine Baumreihe versperrt, während ihre Geschütze wie auf dem Präsentierteller vor der französische Artillerie lagen. Als das alliierte Geschützfeuer schwächer zu werden begann, brachen die französischen Kürassiere hervor und stürzten sich zunächst auf die rechts der Chaussee befindliche Batterie Aign. Bedienungsmannschaften wurden niedergehauen und die Vorspannbauern vertrieben, die ihre Pferde stehen ließen um ihr Leben zu retten. Die nebenstehende Batterie Roppelt feuerte noch auf 70 Schritt eine Kartätschenlage in die in dichten Reihen angreifenden Gardegrenadiere zu Pferd um dann auch abzufahren. Auch die erheblichen Verluste dieser Salve konnten die Franzosen nicht aufhalten. Nun musste die verbündete Kavallerie versuchen, den Rückzug der Geschütze durch Hanau zu decken und griff an. Mit ihr schützte das 2. Btl. Der Erzherzog Rudolph Infanterie das Zurückziehen der Geschütze gegen die angreifende Kavallerie der Franzosen. Nachdem sich der größte Teil der verbündeten Artillerie zurückgezogen hatte, formierte sich die nächste französische Kürassiermasse vor dem Waldsaum. Daraufhin ließ Oberst Diez die Schwadronen seiner Brigade unter ihren Kommandeuren Oberst Kirschbaum und Major Mölter in Schlachtordnung formieren und gab den Befehl, die Kürassiere anzugreifen. Dies gelang und obwohl Oberst Diez nach erreichter Aufgabe zum Rückzug blasen ließ, verfolgten die durch den Erfolg berauschten Bayern den Feind in den Wald hinein, wo sie durch mörderisches Feuer der französischen Infanterie und Artillerie von weiterem Vorgehen abgehalten wurden. Die Bayern mussten zurück und die Franzosen setzten ihnen nach. Neu formiert machten die Bayern einen neuen Angriff, wurden wieder geworfen und griffen zusammen mit dem zweiten Treffen an. Dieser Verlauf wiederholte sich dann unter Einbeziehung des dritten Treffen insgesamt sechs Mal bis es dämmerte. Während das zweite Treffen in die Kämpfe eingebunden wurde, stieß Mensdorf den anrückenden Kürassieren St. Germains in die Flanke, was erhebliche Verwirrung zur Folge hatte.

Bei diesen Reiterangriffen drangen die Bayern teilweise bis zu den französischen Geschützen vor und hieben in die Mannschaften ein. Erst der Einsatz der Gardejäger zu Pferd konnte die Artillerie aus ihrer üblen Lage befreien.

Auch die Einbeziehung aller verbündeten Angriffswellen und des Streifkorps Mensdorf war dem französischen Ansturm nicht gewachsen und so wälzte sich ein Knäuel kämpfender Kavallerie auf Hanau zu. Da die Alliierten immer mehr an Boden verloren, ritt ein Teil der französischen Kavallerie der 3. bayerischen Division in die Flanke. Jetzt war die Schlacht entschieden, da gegenüber der bayerischen Infanterie die alte Garde vorrückte und die Kavallerie die Bataillone einkreiste. Die bayerische Infanterie war gezwungen, sich auf die Kinzigbrücken zurück zu ziehen, die auch durch die Kavallerie und die zurückgehende Artillerie benutzt wurden. Von der anderen Seite drang die Division Diemar vor, die als Reserve die Brücken in Richtung Schlachtfeld überqueren wollte. So dauerte es nicht lange, bis aus dem Rückzug ein Chaos entstand.

Anfangs lief es auf dem rechten Flügel etwas besser. Dort war gegen 15 Uhr bei der 2. bayerischen Division der Befehl eingetroffen, mit der ganzen Division vorzurücken um die 3. Division zu entlasten. Aufgrund dieses Befehls trieb die 2. Division zusammen mit dem österreichischen Regiment Jordis die Franzosen durch den Wald zurück.

Dieser alliierte Vorstoß wurde von der alten Garde aufgefangen und zurück geworfen. Zu dieser Zeit kamen die 2. und 3. bayerische Division nicht nur von vorn durch die alte Garde sondern auch wie oben beschrieben von Norden unter das Feuer der abschwenkenden französischen Kavallerie. Die Masse der zurückweichenden bayerischen Truppen staute sich daraufhin an der Lamboybrücke und wurde von feindlichem Gewehr- und Artilleriefeuer erfasst. Ein allzu starkes Vordringen der Franzosen wurde durch die am linken Kinzigufer positionierten 28 Geschütze unter dem bayerischen Artilleriekommandeur von Colonge verhindert. Als weitere Verstärkungen eintrafen gelang es der 2. Division die wichtige Brücke zu halten und nach einer Neuordnung der Bataillone das Terrain bis zum Neuhof wieder für die Alliierten zurückzugewinnen.

Als General Wrede gegen 15. Uhr den Rückzugsbefehl erteilt hat, war dieser durch den Gang der Ereignisse bereits überholt. Obwohl sich der Rückzug auf dem rechten Flügel als regelrechte Flucht gestaltete, leitete Wrede persönlich nur den Rückzug des linken Flügels durch Hanau. Während der Nacht biwakierten die Alliierten auf einer Linie Lehrhof-Klein Steinheim. Die bayerische 2. Division befand sich beim Lehrhof, die 3. bei Groß-Auheim und die Kavallerie bei Steinheim. Die Österreicher deckten dieses Biwak wie folgt. Die Brigade Klenau überwachte die Lamboybrücke und die Brigade Diemar der Division Trauttenberg stand in Hanau. Wredes Hauptquartier befand sich in Groß-Auheim.

Von hier schrieb er an Schwarzenberg, dass er das Schlachtfeld behauptet hätte und auf das Eintreffen der Hauptarmee und der Munitionsreserve wartete.

Die Franzosen kampierten dort, wo die Kämpfe ihr Ende gefunden hatten. Napoleon verbrachte die Nacht im Kreise seiner alten Garde im Puppenwald.

 

Der 31. Oktober 1813

Da es den Franzosen nicht gelungen war, Hanau durch Handstreich zu nehmen, ließ Napoleon gegen 3 Uhr morgens von Osten und Norden das Geschützfeuer auf die Stadt eröffnen. Daraufhin befahl Wrede gegen 8 Uhr die Stadt zu räumen, so dass die Franzosen ab 10 Uhr den Rückmarsch nach Frankfurt fortsetzen konnten. Napoleon war es wichtiger einen möglichst großen Teil seines Heeres über den Rhein zu bringen als die alliierte Armee weiter zu belästigen. Die Marschordnung gestaltete sich so, dass Oudinot mit der jungen Garde die Vorhut übernahm, hinter dem Macdonald und Victor marschierten, deren Korps durch die Schlacht am meisten gelitten hatten. Dann folgte die alte Garde, während Marmont mit dem III. Korps in Hanau die Deckung des Abzuges übernahm. Nach Marmonts Einschätzung war zur erfolgreichen Ausführung seiner Aufgabe der Besitz der Lamboybrücke von entscheidender  Bedeutung. Deshalb ließ er seine Truppen gegen 11 Uhr gegen diese Brücke vorgehen. Es entwickelte sich ein Gefecht, in dem die bayerischen Batterien Ulmer und Dietrich neben österreichischer Infanterie zum Einsatz kamen.

Da kein entscheidender Erfolg eintrat endete das Gefecht mit dem Abbrennen der Brücke durch die Franzosen. Da Napoleon einen ausreichenden Vorsprung erzielt hatte, marschierte Marmont mit seinem Korps gegen 15 Uhr aus Hanau in Richtung Frankfurt ab. Er übertrug dem Marschall Bertrand mit dem IV. Korps die Sicherung des Rückzuges der noch von Gelnhausen im Anmarsch befindlichen Truppen unter Mortier. Um seine Aufgabe zu erfüllen verteilte Bertrand eine Division in Hanau, an der Lamboybrücke und an der Heerstraße nördlich von Hanau. Das war die Gelegenheit für Wrede den Franzosen noch einen Flankenstoß zu versetzen. Nachdem er seine Einheiten neu formiert und gesammelt hatte, entschloss er sich, die Reste der Lamboybrücke und Hanau zu stürmen.

Wegen des Munitionsmangels im bayerischen Heer fiel den Österreichern diesmal die Hauptlast des Kampfes zu. Hier kämpften vor allem Einheiten der Divisionen Bach, Trautenberg und Fresnel. Nur an der Lamboybrücke war ein bayerisches Infanterieregiment und die oben genannten Batterien beteiligt.

Dort wurde der erfolglos verlaufende Angriff mit 6 Bataillonen geführt, während Wrede persönlich den Angriff auf Hanau mit 8 Infanteriebataillonen, einem Husarenregiment und einer Batterie führte. Dieser Angriff war von Erfolg gekrönt. An der Spitze eines Grenadierbataillons sprang Wrede als erster in den Stadtgraben und erstieg den Wall. Dort stieg er wieder zu Pferde und stürmte zusammen mit den Husaren den fliehenden Franzosen nach um die Kinzigbrücke und die Vorstadt für die Alliierten zu gewinnen. Wider erwarten formierte sich jedoch Widerstand und durch seine Uniform begünstigt schossen die Franzosen auf Wrede, der kurz darauf durch eine Kugel in den Unterleib schwer verletzt wurde. Der Angriff geriet ins Stocken, da der General zurückgebracht werden musste. Diese Situation nutzte der Feind aus um die Kinzigbrücke anzuzünden. Dies hielt General Fresnel, der als Stellvertreter Wredes das Kommando übernommen hatte, davon ab, den Angriff zu erneuern. Da die Franzosen des Korps Bertrand in Hanau erfahren hatten, dass Mortier mit seinen Truppen nach Norden ausgewichen war, als er den Gefechtslärm gehört hatte, zogen sie sich langsam Richtung Frankfurt zurück und räumten Hanau mit Anbruch der Dunkelheit.

  

Bewertung der Schlacht

Grundsätzlich bleibt anzumerken, dass Wrede seine Streitkräfte zu sehr verzettelt hat, da er sowohl vor Würzburg ein Belagerungskorps zurück gelassen hat, als auch Kräfte nach Frankfurt entsandt hat. So stand ihm schon bei Hanau nur noch ein Teil seiner Streitmacht zur Verfügung. Diese kleine Streitmacht stellte er so ungünstig auf, dass er mit der Kinzig im Rücken schlagen musste. Trotz zahlreicher Einwände und der bestimmten Nachricht des Scheiblerschen Freikorps, dass man die gesamte französische Armee vor sich habe, hat er keine Vorsichtsmaßregeln getroffen um die Lage der Truppen für den Fall des Rückzuges zu verbessern. Des weiteren vergaß er einfach, die Munition der Artillerie nach zu beordern, was sehr früh zu einem fast vollständigen Schweigen der alliierten Artillerie geführt hat. Ein solcher Fehler darf einem Feldherrn mit Wredes Erfahrung nicht passieren. Ein weiterer Fehler ist die Aufstellung der Truppen gewesen. Er hat die zumeist aus jungen unerfahrenen Rekruten bestehenden bayerischen Truppen in das erste Treffen gestellt, während die erfahrenen österreichischen Einheiten die Reserve bzw. das zweite Treffen bildeten. Hier hätte eine Mischung der Schlachtlinie sicher mehr Halt gegeben.

Zu erklären ist diese Aufstellung lediglich mit Wredes Grundidee, dass er den Alliierten zeigen wollte, dass sie auf den neuen Verbündeten bauen können und es diesem mit dem Seitenwechsel Ernst sei.

Neben diesem Gedanken beseelt Wrede die Idee eines großen Bayern als Führungsmacht in Süddeutschland. So ist zu erklären, dass er erst Richtung Württemberg marschiert, bevor er sich Würzburg zuwendet. Man muss ihm auf diesem Gebiet einen gewissen Erfolg bescheinigen. Schließlich erreicht er den Abfall Württembergs, Würzburgs, Frankfurts und Hessen-Darmstadts vom Rheinbund, was sicher auch so geschehen wäre, frühzeitig.

 

Anlagen

An der Schlacht bei Hanau beteiligte Bayerische Einheiten:

Division

Kommandeur

Brigade

Truppenteile

Btl.

Eskadr.

Geschütze

1. Inf. Div

GLT Graf Rechberg

1. Leichte Kav. Brig Gen.major von Vieregg

1 Chevau-leger Rgt.

 

4

 

 

 

 

2 Chevau-leger Rgt.

 

4

 

 

 

 

7 Chevau-leger Rgt.

 

4

 

2. Inf. Div.

GLT Graf Beckers

1. Brig. Gen Major Graf Pappenheim

4. Inf. Rgt.

1

 

 

 

 

 

komb. Btl. des Salzachkreises

1

 

 

 

 

 

9. Nationalfeldbtl.

1

 

 

 

 

 

4. Leichtes Btl.

1

 

 

 

 

2. Brig. Gen-Major Frhr. Von Zoller

6. Inf. Rgt.

2

 

 

 

 

 

14. Nationalfeldbtl.

1

 

 

 

 

 

1. Leichtes Btl.

1

 

 

 

 

2. Leichte Kav.Brig. Gen Major von Elbracht

3. Chevau-leger Rgt.

 

4

 

 

 

 

6. Chevau-leger Rgt.

 

4

 

 

 

Art. Abt. Major von Caspers

6-pfündige leichte Batt. Aign

 

 

6

 

 

 

6-pfündige Fußbatt. Danner

 

 

8

3. Inf. Div.

Gen. Major von Lamotte

1. Brig. Gen Major von der Stockh

11. Inf. Rgt.

2

 

 

 

 

 

7. Inf. Rgt.

1

 

 

 

 

 

1. Btl. Des Unterdonaukreises

1

 

 

 

 

2. Brig. Gen Major von Deroy

8. Inf. Rgt.

1

 

 

 

 

 

9. Inf. Rgt.

1

 

 

 

 

 

5. Inf. Rgt.

1

 

 

 

 

 

6. Nationalfeldbtl.

1

 

 

 

 

 

5. Nationalfeldbtl.

1

 

 

 

 

3. Leichte Kav. Brig. Oberst von Diez

4. Chevau-leger Rgt.

 

4

 

 

 

 

5. Chevau-leger Rgt.

 

2

 

 

 

Art. Abt. Major Wagner

6-pfünder leichte Batt. Halder

 

 

6

 

 

 

6-pfünder Fußbatt. Halder

 

 

8

Art. Reserve Oberstlt. Marabini

12-pfünder Batt. Pammler

 

 

6

 

 

 

12-pfünder Batt. Messmer

 

 

6

 

 

 

12-pfünder Batt. Ulmer

 

 

6

 

 

 

12-pfünder Batt. Dietrich

 

 

6

Summe

 

 

 

17

26

52

 

Gefallene bayerische Offiziere vom 27.-31.10.1813

Rang

Name

Einheit

Rittmeister

Prinz von Öttingen Spielberg

Wredes Adjutant

Leutnant

Anton Müller

5. Linieninf. Rgt.

Capitaine

Hams

6. Linieninf. Rgt.

Oberleutnant

Karl Bauer

6. Linieninf. Rgt.

Oberleutnant

von Moshamm

6. Linieninf. Rgt.

Oberleutnant

Karl Tausch

6. Linieninf. Rgt.

Leutnant

von Fercher

6. Linieninf. Rgt.

Oberleutnant

Baron Thannhausen

7. Linieninf. Rgt.

Oberleutnant

Ployer

7. Linieninf. Rgt.

Leutnant

Baron von Pfetten

7. Linieninf. Rgt.

Leutnant

Georg M. Mayer

10. Linieninf. Rgt.

Leutnant

von Grundner

11. Linieninf. Rgt.

Major

von Abele

1. Leichtes Inf. Btl.

Leutnant

von Abele

6. Leichtes Inf. Btl.

Leutnant

Bergmiller

6. Leichtes Inf. Btl.

Leutnant

Hahn

6. Leichtes Inf. Btl.

Major

Prinz von Öttingen Wallerstein

3. Chevau-leger Rgt.

Leutnant

Nissel

3. Chevau-leger Rgt.

Oberleutnant

Graf Fugger

4. Chevau-leger Rgt.

Major

Graf Hegnenberg

7. Chevau-leger Rgt.

Leutnant

Grau

7. Chevau-leger Rgt.

 

Verwundete bayerische Offiziere vom 27.-31.10.1813

Rang

Name

Einheit

Kommandeur

Graf Wrede

 

Generalmajor

Graf Pappenheim

 

Generalmajor

von der Stockh

 

Hauptmann

Weber

Brigadeadjutant

Leutnant

Herdegen

Ingenieurkorps

Oberst

Fortemps

4. Linieninf. Rgt.

Capitaine

Mayer

4. Linieninf. Rgt.

Capitaine

Fahrbeck

4. Linieninf. Rgt.

Capitaine

Bernhard

4. Linieninf. Rgt.

Oberleutnant

Vogel

4. Linieninf. Rgt.

Leutnant

Donegg

4. Linieninf. Rgt.

Leutnant

Steigner

4. Linieninf. Rgt.

Oberst

Palm

6. Linieninf. Rgt.

Major

von Fuchs

6. Linieninf. Rgt.

Capitaine

Weniger

6. Linieninf. Rgt.

Oberleutnant

Dehaibe

6. Linieninf. Rgt.

Oberleutnant

Dillmann

6. Linieninf. Rgt.

Leutnant

Schubert

6. Linieninf. Rgt.

Leutnant

von Daumüller

6. Linieninf. Rgt.

Leutnant

Bruckmaier

6. Linieninf. Rgt.

Leutnant

Dollacker

6. Linieninf. Rgt.

Leutnant

von Derschau

6. Linieninf. Rgt.

Leutnant

Georg Mayer

6. Linieninf. Rgt.

Leutnant

Werner

6. Linieninf. Rgt.

Leutnant

Ströbel

6. Linieninf. Rgt.

Leutnant

Neureuter

6. Linieninf. Rgt.

Leutnant

Ritzinger

6. Linieninf. Rgt.

Major

Golfen

7. Linieninf. Rgt.

Oberleutnant

Mössel

7. Linieninf. Rgt.

Leutnant

Fischer

7. Linieninf. Rgt.

Leutnant

Plersch

7. Linieninf. Rgt.

Leutnant

Pürner

8. Linieninf. Rgt.

Capitaine

Zitzmann

9. Linieninf. Rgt.

Leutnant

Baron Strauß

9. Linieninf. Rgt.

Leutnant

Weber

9. Linieninf. Rgt.

Leutnant

Mohr

9. Linieninf. Rgt.

Leutnant

Schauer

9. Linieninf. Rgt.

Leutnant

Böhe

9. Linieninf. Rgt.

Capitaine

von Stockhammer

11. Linieninf. Rgt.

Capitaine

Schropp

11. Linieninf. Rgt.

Oberleutnant

Hebel

11. Linieninf. Rgt.

Leutnant

Siry

11. Linieninf. Rgt.

Leutnant

Herzog

11. Linieninf. Rgt.

Capitaine

Derr

1. Leichtes Inf. Btl.

Capitaine

Fritsch

1. Leichtes Inf. Btl.

Capitaine

Xylander

1. Leichtes Inf. Btl.

Capitaine

Merz

1. Leichtes Inf. Btl.

Leutnant

Baron Pfetten

1. Leichtes Inf. Btl.

Leutnant

von Kreß

5. Leichtes Inf. Btl.

Leutnant

Greiner

5. Leichtes Inf. Btl.

Capitaine

Dobel

6. Leichtes Inf. Btl.

Capitaine

Ziwny

6. Leichtes Inf. Btl.

Oberleutnant

Giesler

6. Leichtes Inf. Btl.

Oberleutnant

Frey

6. Leichtes Inf. Btl.

Leutnant

von Predl

6. Leichtes Inf. Btl.

Rittmeister

Prinz Waldeck

1. Chevau-leger Rgt.

Oberleutnant

Baron Völderndorf

1. Chevau-leger Rgt.

Leutnant

Koch

1. Chevau-leger Rgt.

Oberstleutnant

Baron Zandt

2. Chevau-leger Rgt.

Oberleutnant

Graf

2. Chevau-leger Rgt.

Oberleutnant

von Sommer

2. Chevau-leger Rgt.

Leutnant

von Truchseß

2. Chevau-leger Rgt.

Leutnant

Dormayer

2. Chevau-leger Rgt.

Oberst

Niedermaier

3. Chevau-leger Rgt.

Rittmeister

von Heiligenstein

3. Chevau-leger Rgt.

Oberleutnant

Tschuschi

3. Chevau-leger Rgt.

Leutnant

Baron Maltzahn

3. Chevau-leger Rgt.

Leutnant

Baron Sternbach

3. Chevau-leger Rgt.

Oberleutnant

Westernach

4. Chevau-leger Rgt.

Leutnant

von Michael

4. Chevau-leger Rgt.

Leutnant

Kirschbaum

5. Chevau-leger Rgt.

Oberleutnant

Eckert

6. Chevau-leger Rgt.

Oberleutnant

Mary

6. Chevau-leger Rgt.

Leutnant

Baron Hutten

6. Chevau-leger Rgt.

Leutnant

Baron Staader

6. Chevau-leger Rgt.

Leutnant

von Braunmühl

7. Chevau-leger Rgt.

Leutnant

Cors

7. Chevau-leger Rgt.

Leutnant

Baron Streit

7. Chevau-leger Rgt.

Oberleutnant

Anzinger

Artillerie

Leutnant

Lindlachner

Artillerie

Leutnant

Alois Müller

4. Nationalfeldbtl. Salzburg

Leutnant

Schwaiger

4. Nationalfeldbtl. Salzburg

Leutnant

Rauchenbichler

4. Nationalfeldbtl. Salzburg

Leutnant

Fürtner

4. Nationalfeldbtl. Salzburg

Leutnant

Berger

4. Nationalfeldbtl. Salzburg

Hauptmann

Popp

6. Nationalfeldbtl. Lindau

Hauptmann

Ziegler

9. Nationalfeldbtl. Regensburg

Leutnant

Berlichingen

14. Nationalfeldbtl. Ansbach

Leutnant

Gumbmann

14. Nationalfeldbtl. Ansbach

Leutnant

Brandin

1. Btl. der mobilen Legion des Illerkreises

 

Gefangene und vermisste Offiziere vom 27. - 31.10.1813

Rang

Name

Einheit

Leutnant

Donegg

4. Linieninf. Rgt.

Leutnant

Baron Vieregg

4. Linieninf. Rgt.

Capitaine

Neu

6. Linieninf. Rgt.

Capitaine

Zintl

6. Linieninf. Rgt.

Leutnant

Neureuter

6. Linieninf. Rgt.

Oberleutnant

Bauer

8. Linieninf. Rgt.

Leutnant

Bauer

11. Linieninf. Rgt.

Oberleutnant

von Sommer

5. Chevau-leger Rgt.

Leutnant

Dormaier

5. Chevau-leger Rgt.

Oberleutnant

Mary

6. Chevau-leger Rgt.

Capitaine

Würz

5. Nationalfeldbtl. München

Leutnant

Seitz

5. Nationalfeldbtl. München

Leutnant

Strsskirchner

9. Nationalfeldbtl. Regensburg

Leutnant

Pesel

9. Nationalfeldbtl. Regensburg

Leutnant

Rodt

9. Nationalfeldbtl. Regensburg

 

Verfasser: Frank Niederhagemann

 
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Stand: 17. November 2005