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Hier einige Eindrücke zur zweiwöchigen Veranstaltung in Kommern im August 2001

Die historische Situation ...

Am ersten Wochenende: 1815, Napoleon ist besiegt und der Kongress in Wien tanzt nicht mehr: Bei den Verhandlungen zu dem 2. Pariser Frieden wird die Landkarte Europas neu geschrieben. Im Vertrag zu Aachen wird 1816 die neue Grenze zwischen Preußen und den Niederlanden ausgehandelt, die zwischen Aachen, Eupen und Malmedy verläuft, also im heutigen Belgien. An den Grenzen werden die ersten Zollstationen errichtet, und die preußische Bürokratie zeigt, wozu sie fähig ist...

Am zweiten Wochenende: In den beiden Friedensverträgen, Basel 1795 und Campo Formio 1797, wurde das Rheinland an die Französische Republik abgetreten. Nachdem 1798 die vier neuen Departements gebildet worden waren, wurde auch die „Conscription“, also die allgemeine Wehrpflicht, eingeführt, um der jungen Republik die Grundlage für die neu geschaffenen Volksheere, der „Levé en masse“, zu sichern. Sicherlich nicht sehr beliebt bei den Rheinländern...  

Das dritte Wochenende: Galt thematisch den Franzmännern „Conscription im Rheinland 1801“, also der Aushebung von Wehrpflichtigen in dem neuen Roerdepartement der ein- und unteilbaren französischen Republik, dargestellt durch die 9me Legère und 22me Demibrigade.

Was sie sehen konnten...

waren Bilder und Ereignisse aus der Geschichte, wie sie sich damals hätten ereignen können...

Grenzverhandlungen - wie 1816 die neue Grenze zwischen den Niederlanden und Preußen entsteht

Fotos von (c) Andreas Barth

Reisende unterwegs - Wie mühselig die Grenze 1816 zu passieren war

Grenzkontrolle 1816 bei kleinen Leuten...

Fotos von (c) Uwe Feuerbach, Marion Mertel

Grenzpassage der einfachen Leute

Grenzkontrolle 1816 bei kleinen Leuten...    Die preussische Bürokratie

 

... so ist es allzu sichtbar, dass der gemeine Mann schlecht wohnt – Alltag 1816

Ziel der lebendigen Geschichte ist es, eine unmittelbare Erfahrung über die tatsächlichen Lebensumstände der Menschen der damaligen Zeit zu vermitteln und so Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“ zu machen.  Für die „Wiederbelebung“ des Alltags ist viel Detailwissen nötig und so werden oft schon vergessene Tätigkeiten erforscht und praktisch ausprobiert – oder wussten Sie zum Beispiel, wie am offenen Herd gekocht, wie Schuhe oder Tornister hergestellt, wie Landkarten erstellt, wie Wunden behandelt,  wurden oder wie der gemeine Mann lebte?

Bauer mit Hippe     Wasser holen

Herstellung von Bottichen     Zimmern eines Gestells für einen Waschbottich

  Zwei Incroyable im Gespräch, M. le secretaire et M. le maire

Der 4 Wochen alte Nachwuchs

Der jüngste Teilnehmer

In der Nähstube

Haare waschen     Badetag

Körperpflege     Utensilien der Körperpflege

Der Hut ist wirklich ganz entzückend

Der Pfarrer

Reisende 

Werk einer Spindeluhr

Fotos von (c) Uwe Feuerbach, Marion Mertel


Conscription im Rheinland 1801

DieAushebung von Wehrpflichtigen in dem neuen Roerdepartement der ein- und unteilbaren französischen Republik, dargestellt durch die 9me Legère und 22me Demibrigade.

Gelangweilte Grenzposten an ehem. preuß. Schlagbau

Ein Bauer fragt Soldaten nach seinem Sohn 

Monsieur le Secretaire in Reisekleidung 

Im Gespräch

Monsieur le Maire ruft zur Auslosung auf

Fotos von (c) Uwe Feuerbach, Marion Mertel

In Zusammenarbeit mit 

Landschaftsverband Rheinland
Rheinisches Freilichtmuseum Kommern /
Landesmuseum für Volkskunde Kommern

Auf dem Kahlenbusch
53894 Mechernich-Kommern

www.kommern.de

 
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Stand: 17. November 2003