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Veröffentlichungen und Ausarbeitungen
Im folgenden werden Sie in unregelmäßigen Abständen Veröffentlichungen
finden zum Thema der Napoleonischen
Geschichte, aus der damaligen Zeitschrift ModellFiguren.
Und Ausarbeitungen von unserem Freundeskreis.
Ausarbeitung
über die Gliederung der franz. Infanterie 1808
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Motorbuchverlag
"Die Armee Napoleons"
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(Aufstellung der
Kompanien + Ausarbeitung KLIO-Arbeitsgruppe Waterloo, Beitrag von G. Berker)
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Literatur von
Nafziger
1 inch = 2,54 cm
Die Breite einer Kompanie betrug 38 Rotten á 3 Mann hintereinander. Pro
Mann war eine Breite von 2 frz. Fuß vorgesehen (= ca. 66 cm). Eine
komplette Kompanie war also etwa 2,50 m.
Schrittgeschwindigkeit und Schrittzahl sie Kopie S. 36/37 Nafziger, Abstand
zwischen den Soldaten ca. 30 cm, gemessen vom Rücken bzw. vom Gepäck des
Vordermanns zur Brust des Hintermannes. Die 1. Reihe bildeten die größten
Männer der Kp., sortiert nach Größe von Links nach rechts. Die kleinsten
Männer standen in der 3. Reihe. Die von der Größe her dazwischen
liegenden Leute bildeten die 2. Reihe.
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Uniformierung:
Füsiliere: Schulterklappen mit folgenden Pomponfarben
1. Kp grün
2. Kp blau
3. Kp orange
4. Kp lila
Grenadiere: rote Fransenepauletten
Voltigeure: beige Schulterklappen
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Die
Gliederung der Infanterie im Jahre 1806 war von Napoleon in einer Verfügung vom
18. Februar festgelegt worden. Die ersten sieben Artikel dieser äußerst
interessanten Anweisung hießen wie folgt:
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Unsere
Infanterieregimenter der Linie sowie der Leichten Infanterie werden sich künftig
aus einem Stab und fünf Bataillonen zusammensetzen. Die ersten vier führen
die Bezeichnung Einsatzbataillone und das fünfte heißt
Depot-Bataillon.
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Jedes
Einsatzbataillon wird von einem »chef de bataillon« geführt, dem ein
Adjutant und zwei Stabsfeldwebel zur Seite stehen. Es besteht aus sechs
Kompanien gleicher Stärke, von denen eine Grenadiere, eine Leichte
Infanterie und vier Füsiliere sind.
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Jedes
Depot-Bataillon hat aus vier Kompanien zu bestehen. Der Major wird dem
Bataillon ständig attachiert sein. Unter seiner Verantwortung wird das
Depot-Bataillon von einem Capitaine befehligt, den der Minister aus drei vom
Colonel vorgeschlagenen Bewerbern ernennt. Er wird gleichzeitig auch eine
Kompanie führen. Ferner werden dem Depot-Bataillon ein Adjutant und zwei
Stabsfeldwebel angehören.
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Die
Stärke des Regimentsstabes sowie der einzelnen Kompanien – Grenadiere
eines Karabiner-Bataillons (in einem leichten Regiment), Leichte Infanterie
oder Füsiliere – wird wie folgt festgelegt:
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Stab
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Kompanie
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Oberst
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1
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Hauptmann
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1
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Major
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1
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Oberleutnant
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1
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Bataillonskommandeure
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4
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Leutnant
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1
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Adjutanten
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5
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Oberfeldwebel
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1
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Quartiermeister
/ Zahlmeister
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1
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Feldwebel
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4
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Rechnungsführer
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1
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Furier
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1
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Adlerträger
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1
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Unteroffiziere
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8
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Feldchirurg
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1
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Grenadiere
/
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Chirurgische
Assistenten
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4
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Leichte
Infanteristen
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Stellvertretende
Adjutanten
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5
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oder Füsiliere
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121
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Stabsfeldwebel
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10
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Tamboure
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2
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Tambourmajor
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1
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140
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Tambour-Unteroffizier
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1
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Spielmannszug
(einschließlich
1.Zugführer)
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8
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Handwerksmeister
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4
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50
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Mithin
wird die Stärke eines jeden Regiments 3970 Mann aller Grade betragen, von
denen 108 Offiziere und 3862 Unteroffiziere und Mannschaften sind.
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Zu
jedem Einsatz-Bataillon treten vier Sappeure. Sie werden aus der
Grenadierkompanie ausgewählt, zu der sie auch weitergehören, und
unterstehen einem Unteroffizier, der sämtliche Sappeure des Regiments
befehligt.
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Im
Einsatz kämpft die Grenadierkompanie auf dem rechten Flügel des Bataillons
und die der Leichten Infanterie auf dem linken.
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Wenn
alle sechs Kompanien eines Bataillons beieinander sind, wird stets Divisionsweise
marschiert und gehandelt. Sind die Grenadiere und die Leichte Infanterie
nicht da, manövriert und marschiert das Bataillon Zugweise. Zwei Kompanien
werden eine Division, jede Kompanie einen Zug und jede Halbkompanie eine
Sektion bilden.
Hierzu muss
bemerkt werden, dass die im Zusammenhang mit den Regimentern benutzten Ausdrücke
»Division«, »Zug« und »Sektion« als taktische Verbände und nicht als
formelle Untergliederungen verstanden sein wollen.
Für die
Infanterie der Kaiserlichen Garde galten Sonderbestimmungen. Durch Dekret vom
16. Januar 1809 wurde ihre Zusammensetzung aus den folgenden sechs Regimentern
festgelegt: Grenadiere, Füsilier-Grenadiere, Plänkler-Grenadiere, Chasseure, Füsilier-Chasseure
und Plänkler-Chasseure. Ein Regiment bestand zwei
Bataillone zu je vier Kompanien a 200 Mann. In
den Zeiten der großen französischen Siege von Austerlitz bis Friedland hatte
ein Bataillon
noch 9 Kompanien, 1 Voltigeur, 1 Grenadier und 7 Füsilierkompanien, die
Kompanieabzeichen dazu sind unbekannt.
Bis 1808 wurde der Adler des Regiments von einem Sergeant Major und erst danach
von einem Offizier getragen. |